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Lichterabende 2016

16. Juli - Klaus der Geiger

17. Juli - Nobuntu

5. August -Sedaa

Infoflyer (pdf)

30 Jahre Marienthaler Lichterabende 2016

Jubiläumswochenende 16. / 17. Juli 2016

Samstag, 16. Juli 20:00 Uhr / Einlass 18:30 Uhr

Klaus der Geiger
mit Antje v. Wrochem und Marius Peters

Klaus der Geiger (Klaus von Wrochem, geb. 1940) lebte anfangs ein relativ normales bürgerliches Leben, obschon in Kriegs- und Nachkriegszeiten aufgewachsen (Erzgebirge und Berlin).
Zum Studieren ging er 1960 nach Köln an die Musikhochschule, heiratete 1965, verdiente das Geld als Aushilfs-Geiger in diversen Sinfonie-Orchestern und im WDR und versuchte sich als moderner Komponist. In dieser Funktion ging er in die USA (Buffalo, N.Y. und San Diego, Califonia).
Durch Vietnam-Krieg und Hippie-Kultur geprägt, wurde er nach seiner Rückkehr 1970 Kommunarde und Straßenmusiker, eben „Klaus der Geiger“, und als solcher („Asphalt-Paganini“) auch bundesweit bekannt, zumal er bei fast jeder größeren links-politischen Aktion angefordert wird.
Neben zahlreichen Konzerten mit verschiedenen Formationen leitet er auch noch das Orchester des Kölner Kunstsalons, gibt Kurse in Improvisation (u.a. LAG Musik NRW; Musikschule Papageno, Köln; Festival Vielsaitg, Füssen) und ist hin und wieder in Funk und Fernsehen zu hören bzw. zu sehen.

Gemeinsam mit dem jungen Gitarrenvirtuosen Marius Peters präsentiert er Jazz und Tango von Astor Piazzolla. Antje v. Wrochem begleitet den Abend mit einer Schattentheater- vorstellung und behandelt u.a. das Thema „Flüchtlinge“.

www.klausdergeiger.de


Sonntag, 17. Juli 20:00 Uhr / Einlass: 18.30 Uhr

Nobuntu (Simbabwe)

Die fünfköpfige junge A Capella Gruppe Nobuntu kommt aus der Stadt Bulawayo im Südwesten des Landes, die häufig „Kulturhauptstadt Simbabwes“ genannt wird. Sie ist das Herz der Ndebele-Kultur und gilt seit langer Zeit als Zentrum für traditionelle Musik, Tanz, Theater und auch der bildenden Kunst. Bei den Ndebele, wie auch bei anderen Zulu-Völkern, existiert eine große Chorgesang- und A Capella Tradition.

Bereits in den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts entstand rund um die Industriegebiete in Natal und Johannesburg der Vokalstil „Mbube“ (Zulu-Wort für „Löwe“), eine kunstvolle Stilistik, in der eine hohe Solo-Stimme von zumeist vier weiteren Stimmen begleitet wird. Der Erfolg des Mbube und der nachfolgenden Stile führte zu zahlreichen Gründungen von A Capella Formationen. Doch Nobuntu ist vorerst das einzige Frauen-Ensemble.

Mit ihren eigenen Kompositionen und ihren Texten setzen
Zanele Manhenga, Heather Dube, Joyline Sibanda, Thandeka Moyo und Duduzile Sibanda einen wichtigen Impuls für Veränderungen herkömmlicher Rollenmuster innerhalb ihres Landes und darüber hinaus. So sind die meisten ihrer Lieder auch Ausdruck von und Aufforderung zu für Solidarität, Gemeinschaft, Lebensmut und Bescheidenheit. Auch ihr Name steht für alle diese Werte. Denn in dem Wort „Nobuntu“ steckt der Zulu-Begriff „Ubuntu“, den man etwa mit „Mutter der Menschlichkeit“ übersetzen kann.

Gesungen wird gleich in mehreren Sprachen: Englisch, Ndebele und Xhosa; letztere mit für unsere Ohren faszinierenden Klicklauten. Die Stimmen der fünf Nobunto Sängerinnen und ihre beeindruckende Bühnenpräsenz sind ein Erlebnis, das verbindet und nachhallt.

Hörprobe auf YouTube

http://www.nobuntu-music.com/


Freitag, 5. August 20:00 Uhr / Einlass: 18.30 Uhr

Sedaa (Mongolei / Iran)



Der Name der neuen CD „New Ways“ ist Programm. Dabei verbindet die mongolisch persische Formation auf außergewöhnliche Weise die archaischen Klänge der traditionellen mongolischen Musik mit orientalischen Harmonien und Rhythmen zu einem faszinierenden Ganzen.

Die in ihrer mongolischen Heimat ausgebildeten Meistersänger Nasaa Nasanjargal (mitwirkend bei der Filmmusik zu „das weinende Kamel“), Naraa Naranbaatar und der virtuose Hackbrettspieler Ganzorig Davaakhuu entführen gemeinsam mit dem iranischen Multiinstrumentalisten Omid Bahadori in eine wahrhaft exotische Welt zwischen Orient und mongolischer Steppe.

Die Grundlage ihrer modernen Kompositionen bilden Naturklänge – erzeugt mit traditionellen Instrumenten und durch die Anwendung uralter Gesangstechniken nomadischer Vorfahren, bei denen ein Mensch mehrere Töne zugleich hervorbringt.

Vibrierende Untertongesänge und der Kehlgesang Hömii sowie die wehmütigen Klänge der Pferdekopfgeige Morin Khuur verschmelzen zusammen mit pulsierenden Trommelrhythmen zu einem mystischen Klangteppich der Schwingungen und Stimmungen, der den Zuhörer mitnimmt auf eine akustische Reise entlang der Seidenstrasse.

Hörprobe auf YouTube

www.sedaamusic.com


Kartenvorverkauf:

Kloster Marienthal (kein Versand)

 www.weingut-kloster-marienthal.de

TUI-Reisebüro Ahrweiler, Niederhutstr. 53, (kein Versand)

Tel. 02641-5011

Friedhelm Pankowski u. Marie Jo Gaudry-Pankowski (mit Versand)

Tel. 02641-25231

E-Mail: info@friedhelmpankowski.de / marie-jo@gaudry-pankowski.de

Eintrittspreise:

    Vorverkauf 18 €, zuzügl. 1 € Versand
    Abendkasse: 20 €
    Ermäßigt: 14 €
    Kinder bis 12 Jahre frei


30 Jahre Marienthaler Lichterabende

In einem Seitental der Ahr zwischen Bad Neuenahr und Dernau gelegen, befindet sich die ehemalige Klosterkirche Marienthal aus dem 12. Jahrhundert. Das Besondere an diesem Ort : Die einzigartige Atmosphäre der romantischen Anlage beginnt beim Eintritt in den mit Rosen und Wein gestalteten Klostergarten.
Ein Seitenteil des Kreuzgangs wird durchschritten und man befindet sich im alten Kirchenschiff ohne Dach, dem Ort, wo sich Himmel und Erde berühren, wo das alte Gemäuer noch viele Geheimnisse birgt, wo die architektonischen Details ihre Geschichte zu erzählen wissen, wo die Musiker an den Sommerabenden wie Sterne auf der Bühne ihre Geschichten spielen und erzählen, wo der Tag länger wird, wo man in eine andere Zeit, ein anderes Land, in eine andere Kultur versetzt wird, wo das Zusammensein der Menschen sehr positiv erfahrbar ist, wo Musiker und Gäste den Übergang vom hellen Sommerabend zur dunkelnden Nacht besonders lieben, wo Kinder am Bühnenrand die Musiker mit Augen und Ohren aufsaugen, wo auch die Amsel und der Turmfalke seine Bühne hat, wo der wilde Wein am Kirchenschiff eine grüne lebendig-bewegte Wand gestaltet, wo sich im offenen Fensterrahmen ein Klangkreuz bildet.

Die Sommerkonzertreihe "Marienthaler Lichterabende" findet in dieser romantischen Atmosphäre nun bereits im 30. Jahr statt.
Zusammen mit den neuen Besitzern und dem Pächter-Ehepaar Appel vom "Weingut Kloster Marienthal" ehem. Staatsdomäne, laden die Organisatoren Friedhelm und Marie Jo Gaudry-Pankowski ein.


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